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Die Schlammschlacht am Weezer Petrusheim

Weeze. 250 Läufer und Läuferinnen lieferten sich eine spektakuläre Crosslauf-Kreismeisterschaft. Die Titel auf der Langstrecke gingen an die Klever Roman Heynen (LV Marathon) und Carolin Joeken (VfL Merkur). Von Patrick Deckers

250 Sportler und Sportlerinnen lieferten sich am Sonntag in Weeze eine wahre Schlammschlacht. Als verdienter Sieger im Langstreckenlauf erreichte Roman Heynen vom LV Marathon Kleve das Ziel. Die Leichtathletik-Abteilung des TSV Weeze hatte erstmals nach fünf Jahren wieder den Crosslauf rund um das Gelände am Petrusheim organisiert. Die Starter sorgten auf den insgesamt neun Wertungsstrecken für spannende Wettkämpfe und zeigten bei ungemütlichem Wetter ihre Ausdauer. Da auch die neuen Kreismeister ermittelt wurden, war von vorneherein für die nötige Motivation gesorgt.

Ein Blick auf die Strecke verdeutlichte bereits vor dem Startschuss, dass sich der Lauf zu einem wahren Kraftakt entwickeln sollte. Das nasse, unebene Geläuf verlangte den Sportlern alles ab. Diese ließen sich allerdings von den schwierigen Bedingungen offenkundig nicht abschrecken. "Das Wetter macht den Sportlern nichts aus. Crossläufer lieben so etwas", versicherte Karl-Heinz Weyenberg. Der Leichtathletik-Abteilungsleiter des TSV Weeze zeigte sich sehr zufrieden mit der Resonanz auf die Titelkämpfe.

Der Langstreckenlauf der Frauen sollte sich zu einem Klever Duell entwickeln. Carolin Joeken vom VfL Merkur sicherte sich über 6000 Meter in 25,57 Minuten den Titel. Silber ging an Lucia Eykholt (LV Marathon), die in 28,14 Minuten das Ziel erreichte.

Den Schlusspunkt setzten um 13.10 Uhr die 23 Männer, die in der Langstrecken-Klasse über 8000 Meter an den Start gingen. Den Läufern war die Konzentration ins Gesicht geschrieben. Bereits auf den ersten Metern legten die Sportler ein beeindruckendes Tempo vor. Nach den ersten Kilometern setzten sich zwei Läufer des LV Marathon Kleve ab. Roman Heynen und Florian Falkenthal zeigten sich in Topform und lieferten sich zunächst ein Kopf-an-Kopf-Rennen. In der sehr guten Zeit von 27,57 Minuten hatte letztlich Roman Heynen die Nase vorn und wurde vom begeisterten Publikum an der Ziellinie empfangen.

"Ich freue mich sehr über den Sieg. Trotzdem ist mir wichtig, dass nicht nur die Sportler im Vordergrund stehen. Wir werden drei bis viermal in der Woche von Gerd Mölders trainiert. Er hat es ebenfalls verdient, geehrt zu werden", sagte der 28-Jährige, der zuvor bereits den Mittelstreckenlauf gewonnen hatte.

In gemütlicher Atmosphäre bei Kaffee und Kuchen endete nach der Siegerehrung ein sportlicher Tag, der trotz des schlechten Wetters ein voller Erfolg war. Mit Sicherheit wird der nächste Crosslauf am Petrusheim keine weiteren fünf Jahre auf sich warten lassen.

Quelle: RP